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Bestimmen die Medien unsere Politik?
Die Kanzlerwahl In den vergangenen Wochen erfahren wir aus den Medien, daß die Chancen von SPD-Kandidat Steinmeier angeblich kontinuierlich steigen. Da stellt sich die Frage, aus welchen Gründen ein bislang aussichtsloser Kandidat in der Beliebtheitsskala beim Wähler plötzlich so rasant aufholt.
Unabhängig von der Bewertung der anderen Kanzlerkandidaten, ist es im Vorfeld der Bundestagswahl 2009 fast genauso wie im Jahr 2005.
Auch damals war es der Kanzlerkandidat der SPD, Gerhard Schröder, dem die Medien in den letzten Wochen und Monaten vor der Wahl ebenfalls einen ständig steigenden Wählerzuspruch bescheinigten. Soll hier vielleicht mit Hilfe der Medien der Kandidat einer bestimmten Partei ins rechte Licht gerückt werden ?
Umfrageergebnisse Je näher wir uns auf den Wahltermin zubewegen, um so zahlreicher werden in den Medien die Veröffentlichungen von Umfrageergebnissen. Ohne näher auf das Zustandekommen der Ergebnisse einzugehen, werden dem Bürger kurz vor der Wahl Prozentanteile von Parteien und eine vermeintliche Zusammensetzung des Bundestages vorgeführt.
Dem einen oder anderen kann dabei schon der Gedanke kommen, die Wahl sei ohnehin gelaufen und der eigene Gang zur Wahl überflüssig.
In Frankreich ist zum Beispiel die Veröffentlichung von Umfrageergebnissen mehrere Wochen vor einer Wahl nicht erlaubt. Der Grund: Mögliche Wahlbeeinflussung.
Skandale In der aktuellen Presseberichterstattung ist der Bespitzelungsskandal nord-rhein-westfälischer Politiker nicht zu übersehen. Gegenseitige Anschuldigungen von Parteipolitikern lassen sich in dem Zusammenhang in den Medien wirkungsvoll darstellen.
Auffallenderweise wird dieser Skandal genau in der Woche vor der Bundestagswahl aufgedeckt. Bei Bedarf ließen sich hier noch kurz vor der Wahl Parteien oder Politiker positiv oder negativ darstellen. Notwendige Gegendarstellungen kämen vor der Wahl ohnehin nicht mehr zustande
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